ADAC testet den BMW i3 – Und kommt zu vorhersehbaren Ergebnissen

Kaum etwas ist so vorhersehbar, wie die Ergebnisse eines Elektroauto-Tests des ADAC: Bestnoten bei Antrieb, Fahrleistungen und Getriebe stehen Mangelabzüge bei Reichweite und Anschaffungskosten gegenüber. Das Problem dieser Tests ist der Maßstab, den der ADAC immer wieder aufs Neue ansetzt: Der Autoklub unterscheidet nicht zwischen Verbrennern und Elektroautos.

Zeitgemäßer wäre es, eine eigene Testkategorie Elektroautos einzuführen. Denn wer sich einen Stromer kauft, weiß in der Regel genau, dass er aktuell noch etwas mehr bezahlen muss und er weiß genauso gut, dass bei den kleineren Modellen spätestens nach 200 Kilometern nachgeladen werden muss. Mit der aktuellen Herangehensweise werden die Test-Ergebnisse bei Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern immer etwas ins Negative rutschen.

Abgesehen von diesen ewig gleichen Kritikpunkten kommt der BMW i3 im aktuellen ADAC-EcoTest erfreulich gut weg und erreicht eine glatte Note 2,0. Ausdrücklich gelobt werden das gute Platzangebot vorn, der gut abgestimmte Antriebsstrang und die guten Fahrleistungen. Berechtigte Kritik gibt es neben den üblichen Elektroauto-Mängeln (geringe Reichweite, geringe Zuladung, hohe Autokosten) vor allem am etwas umständlichen Einsteigen und der Beinfreiheit der Passagiere im Fond.

Zum ausführlichen ADAC-Test des BMW i3 (pdf)

Kommentare

  1. RaleG meint

    Wie schon von Ihnen angesprochen ist die herangehensweise der ADAC-Tester teilweise verwirrend.
    In der Alltagstauglichkeit wird mal wieder die lange Ladezeit kritisiert. Wenn man bedenkt, dass ein Auto im Alltag während Arbeitszeit und Nachtruhe mindenstens 16 Std. am Tag steht und geladen werden kann, sind 8 Std. Ladezeit eines i3 absolut unproblematisch.
    Es scheint, die Tester übertragen Ihr Nutzungsverhalten Ihres Verbrenners, anstatt das Ihres Handys, auf ein eAuto.

    • meint

      Man sollte zwar Produkte mit gleichem Einsatzzweck auch mit gleichen Maßstäben bewerten, bei Elektroautos sollten die “besonderen Umstände” derzeit aber eigentlich den meisten vor dem Kauf klar sein – und bei Tests daher auch darauf hingewiesen werden (z.B., dass der Großteil der Autofahrer überhaupt keine öffentlichen Ladestationen im Alltag benötigt).

      Eine eigene Elektroauto-Testkategorie als Ergänzung zu den bisher geführten Listen wäre wohl ein fairer Kompromiss.

      VG
      ecomento.tv

    • meint

      Dieser Wert wurde laut dem ADAC “nach dem durchschnittlichen
      Stromerzeugungsmix in Deutschland” ermittelt. Je nachdem, woher man seinen Strom bezieht, kann man diesen Wert aktiv selbst beeinflussen.

      Einem so innovativen Auto wie dem i3 würde allerdings ein niedriger CO2-Wert deutlich besser stehen. Immerhin ist zu erwarten, dass ab 2020 die verschärften CO2-Limits die Hersteller in diesem Bereich deutlich stärker unter Druck setzen werden.

      VG
      ecomento.tv

  2. W. Schäfers meint

    Auch ewig gestrige brauchen eine Zeit zur Umgewöhnung. Die schaffen das aber. In spätestens 7 Jahren, wenn es kaum noch Fahrzeuge mit Explosionskolbenmotoren zu kaufen gibt, dann wird auch der ADAC sich in seiner Berichterstattung dem Heute bzw dem dann Jetzt ;-) angepasst haben. Selbst die hohen Fahrzeugkosten werden dann nach dem Ausbleiben von hohen Reparatur/Wartungskosten sogar positiv gewertet. Also, ich habe Hoffnung.

    • meint

      Wir befinden uns wohl einfach noch in einer Übergangszeit, in der diverse etablierte Meinungen, Kriterien, Ansichten etc. überdacht, herausgefordert und auch geändert werden müssen.

      2014 wird sich in dieser Hinsicht sicherlich einiges tun!

      VG
      ecomento.tv

 

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